Tabakveredelung

Der Rohstoff des Rauchgenusses

Der Rohstoff des Rauchgenusse sind getrockneter Tabakblätter. Einige der wichtigsten Sorten sind: Burley, ein wichtiger Grundtabak mit rötlich-brauen Blättern, der sehr saugfähig ist und als wichtigster sog. „Soßenträger“ gilt; Virginia, der mit seinem leichten, süßen Charakter in würzigen Rauchtabaken sowie in Virginier-Zigarren Verwendung findet; und Kentucky, ein schwerer, dunkler Tabak, der oft in kräftigen Mischungen zu finden ist. Die zarten, ovalen und gelblich-grünen Tabakblätter der Orienttabake aus den östlichen Ländern des Mittelmeer-Raumes werden gerne als kostbare Beigabe für Pfeifentabak verwendet; der mittelbraune Java stammt von der gleichnamigen asiatischen Insel, wobei er sich vor allem durch gute Glimmfähigkeit auszeichnet.

Die Weiterverarbeitung

In der Manufaktur warten die vielfältigen Rohtabaksorten auf ihre Weiterverarbeitung zu genussreichen Mixturen. Nach dem Auswiegen wird der Rauchtabak mit Wasserdampf geschmeidig gemacht, bevor er zum Entrippen kommt. Anschließend erfolgt eine Veredelung (Casing) etwa mit Kakao, Sirup, Rum oder Honig, danach das Schneiden. Jede Manufaktur hat ihre ganz eigenen Rezepturen, um den Wünschen des Pfeifenrauchers entgegen zu kommen und die Mischung mit einem individuellen Geschmack abzurunden. Oft werden hierzu edle Kräuterschnäpse, Weine, Brandys und Fruchtauszüge verwendet (Flavouring).

Schnittarten und Tabaksorten

Hier sind verschiedene Schnittarten und Tabaksorten zu sehen. Das Spektrum hierbei reicht vom Krüllschnitt (1,5 bis 2,25 Millimeter) bis hin zum kurzfaserigen, leicht gepressten Crimp Cut. Dabei gilt: Je gröber der Schnitt, desto zaghafter das Glimmverhalten. Optimal hierbei ist eine Mischung verschiedener Schnittarten, der so genannte Mixed Cut.

Geheimnisvolle Mixturen

Jede Mixtur hat ihr Geheimnis, das nur darauf wartet, von einem Raucher entdeckt zu werden. Jede gute Mischung besteht aus oft mehr als 30 Tabaksorten aus aller Welt.