Tabakverarbeitung

Die Trockung der Tabakblätter

Eine der natürlichen Arten der Trocknung ist die Lufttrocknung: Beim air curing werden die zu Büscheln geschnürten und an Stangen befestigten Tabakblätter je nach Klima zwischen 30 und 70 Tage bei Normaltemperatur in gut belüfteten Schuppen getrocknet. Üblicherweise werden die reiferen Blätter tiefer gehängt als die noch grünen. Weitere Trocknungsarten sind das fi re curing (die Feuertrocknung) über schwelendem Holzfeuer für Kentucky-Tabake und das fl ue curing (die Heißluft-Trockung) in indirekt beheizten Schuppen für Virginia-Tabake. Hierbei müssen nach Auffüllen der Trockenschuppen die Maueröffnungen verschlossen und die Räume auf bis zu 38° C aufgeheizt werden. In dieser ersten Phase der Trocknung ist die Überwachung der Luftfeuchtigkeit, die 80 Prozent nicht unterschreiten darf, besonders wichtig.

Das „Sun Curing“

Dabei werden überreife Blätter für 3 bis 6 Tage der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt, bevor sie für die weitere Trocknung in den Schuppen kommen. Dieses sun curing (Sonnentrocknung) genannte Verfahren wird vor allem bei Orienttabaken angewandt.

Warehouse

Das Warehouse ist der Umschlagsplatz der jährlichen Tabak-Ernte. Hier stellt sich das Ergebnis vieler Monate Arbeit den kritischen Blicken der Tabakeinkäufer. Die Qualität der Ernte zeigt sich an jedem Blatt; an Farbe, Struktur und Duft können die Experten ihren Wert erkennen. Mit Augen, Händen und Nase wird die neue Tabakernte geprüft – keine chemische Analyse kann die Erfahrung dieser Spezialisten ersetzen.